Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 17.11.2021 im ZDF! Unbedingt einschalten!

VF 052 (Sendung vom 18.08.1976)

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Spenden in die falschen Taschen

  • Details: Heinrich Boland, Pfarrer einer größeren Gemeinde, ist zuständig für katholische Kindergärten der Umgebung. Er bekommt Besuch von einem seriös wirkenden Vertreter, der ihm Spende von pädagogisch wertvollem Spielzeug für diese Kindergärten in Aussicht stellt. Lieferung und Finanzierung würden von seiner Firma vorgenommen, wozu wohlhabendere Bürger und Unternehmer um Spenden ersucht würden. Pfarrer müsse zum Ganzen aber einen Beitrag leisten und ein ihm vorgelegtes Spendenaufruf-Formular unterschreiben. Er hegt Zweifel, der Besucher zeigt aber weitere solche, von anderen Pfarrern unterzeichnete Bögen vor. So unterschreibt Pfarrer Boland trotz Skepsis. Der Drücker erscheint danach mit diesem Formular der Reihe nach bei gutsituierten und angesehenen Gewerbetreibenden der Umgebung. Stets gibt er vor, er käme im Auftrag des Pfarrers und sammle zu Gunsten der katholischen Kindergärten. Auf diese Weise erschleicht er Bestellungen für seine Firma im Bereich Jugendbücher und -spielzeug, ohne sich je als Vertreter der Firma erkennbar zu geben. Das Formular mit dem Namen von Pfarrer Boland verfehlt seine Wirkung nicht: die Unternehmen sind fast immer für eine solche "Spende" bereit. Die eingesammelten unterschriebenen Aufträge verfälscht er anschließend noch derart, dass sie hinterher auf den 10fachen Bestellbetrag lauten; zudem ist eine Einzugsermächtigung eingebaut, bei der nur noch die Kontonummer nachgetragen werden muss. Auch Gärtnereibetrieb Wendling ist von diesem Schwindel betroffen, Geschäftsführer wundert sich über die viel zu hohe Abbuchung trotz nach seiner Kenntnis nie erteilter Einzugsermächtigung. Anruf bei Pfarrer Boland bringt keine Klärung, da dieser auch nur auf die Spielzeugfirma verweisen kann. Brief an ebendiese bleibt ohne Wirkung, da Verfälschung des Auftragsformulars bestritten wird. Ausklang: Mehrere Wochen später kommt in der Pfarrei tatsächlich eine Lieferung der Spielzeugfirma als Spende an. Dem Pfarrer ist bekannt, dass mit den vorgängigen "Spendenaufrufen" Aufträge von über 10'000 DM einkassiert wurden. In dem einzigen Karton der Lieferung befindet sich jedoch nur primitivste Massenware im Gesamtwert von bestenfalls 300 DM.
  • Darsteller: Walter Flamme als Vertreter Winkelmann, Gerhard Retschy als Heinrich Boland, Karl Luzius als Karl Wendling
  • Zitate: Ede: "Deshalb: Wenn Ihnen Formulare vorgelegt werden, auf denen vom Bankeinzug die Rede ist, und Sie eine solche automatische Abbuchung nicht wollen, streichen Sie diese Passage deutlich und unübersehbar durch." (sprach's und tat's mit Beispielformular im Studio)
  • Bewertung: **
  • Besonderheiten:

Urlaub - und ein dickes Ende

  • Details: Ehepaar Stenzel trifft nach drei Wochen Ferien in Italien mit ihrem vollbeladenen Ford an ihrem Haus in Wuppertal ein. Die Ferienstimmung verfliegt jäh, als sie merken, dass eingebrochen, das Haus durchwühlt und Wertsachen im Gesamtbetrag von gut 26'000 DM entwendet wurden. Polizei nimmt Anzeige auf; sei nichts Ungewöhnliches, zudem würde es den Ganoven oft zu leicht gemacht. Nach dem Schreck fällt dem Ehepaar zudem ein, dass sie einen Scheck erwarten von einem Düsseldorfer, dem sie am Comersee in einer angeblichen Notlage geholfen haben. Der Scheck ist nicht in der Post, so melden sie sich unter der Telefonnummer dieses Landsmanns, da sie vor Ort eine Visitenkarte bekommen hatten. Dort meldet sich jedoch eine ganz andere Frau, die rasch auflegt. Herr Stenzel nun umso entschlossener, vor Ort in Düsseldorf der Sache auf den Grund zu gehen. Szenenwechsel/Rückblick: Stenzels am Ferienort am Comersee, dort scheinbar zufällig von dem Düsseldorfer angesprochen, der in finanzielle Notlage geraten sei. Sie helfen mit 180 DM aus, bekommen Visitenkarte seines Speiselokals, und teilen ihm auch ihre Heimatadresse für die Rückzahlung per Scheck mit. Danach Abschluss in Düsseldorf: an angegebener Adresse kein Speiselokal wie auf Visitenkarte; ein Bauarbeiter vor Ort gibt auf ihre Beschreibung des Gesuchten Hinweise, dass ein früherer Arbeiter, "ganz schräger Fürst" mit vielen Falschnamen, diverse Leute mit ausgeborgtem und nicht zurückgezahlten Geld hereingelegt hätte. Er verweist sie an eine Lebensmittelhändlerin. Am Portal jenes Ladens finden sie auch die Telefonnummer von der Visitenkarte des Betrügers. Die Lebensmittelhändlerin klagt sogleich, laufend von Leuten angerufen zu werden, welche vom Betrüger hereingelegt wurden und sich wegen ihrer Rückzahlung meldeten. Zudem sei bei drei weiteren Familien, die im Urlaub an diesen Betrüger geraten sind, ebenfalls eingebrochen worden. Herr Stenzel erkennt, dass der Anpump-Trick jeweils nur ein Auftakt ist, um damit an die Adresse der Feriengäste für die versprochene Rückzahlung zu kommen. Statt letzterer werden die Adressen an Komplizen weitergegeben, welche dann davon ausgehen können, bei Einbrüchen nicht von den Hausbewohnern gestört zu werden.
  • Darsteller: Dieter Möbius als Manfred Stenzel, Annemarie Schlaebitz als Hannelore Stenzel, Helmut Everke als Polizist #1, Kai Kraus als Polizist #2, Horst Wickinghoff als Bauarbeiter, Ruth Brück als Anna Rödling
  • Zitate: Polizeiliche Ermittlungsarbeit vor Ort: "Es sollte nicht so aussehen, als ob wir verreist sind." - "Ach so!... Na, das war natürlich ganz geschickt... Aber irgendwie müssen die doch wohl gemerkt haben, dass niemand zuhause ist." - "Jaja, sieht ganz so aus!" / "Dem rücke ich auf die Bude, du, das kann ich dir sagen! Die paar Kilometer nach Düsseldorf sind mir das auch wert!" / "Mir ist ganz schlecht. Haben Sie mal 'n Schnaps für mich?"
  • Bewertung: ***
  • Besonderheit: Erstklassige Dialoge; Geschickter Wechsel des Handlungsortes von Wuppertal zurück an den Ferienort durch Zoom-in auf Kofferaufkleber "Cernobbio - Provincia di Como"; Schutzpolizisten in ominöser grauer Uniform

Neuer Trick mit Automaten

  • Details: Herbert Pach sucht trotz regulärer Vollzeitstelle einen regelmässigen Nebenverdienst. Vertreter kommen zu ihm, Frau kocht Tee; die angeblich lukrative Tätigkeit sei das Betreuen von Münzfernsehern, die in Hotelzimmern aufgestellt sind. Um die Aufstellorte kümmert sich die Firma; Pach muss die Fernsehgeräte kaufen (mindestens 4). Verteter zeigen Münzautomaten vor, der an den Fernsehern sitzt. 400 DM Monatsverdienst sei normaler Erfahrungssatz bei der Betreuung von 4 Fernsehgeräten. Fernseher kosten happige 1300 DM pro Stück; Finanzierung gelöst per Kredit durch "sehr kulante Bank", mit welcher die Vertreter zusammenarbeiten. Vertragsabschluss. Drei Wochen später besucht Pach erstmals das Hotel, in welchem seine Geräte aufgestellt sind, zum Abkassieren. Älteres Hotel mit mässiger Belegung. Fernseher in Zimmern 11, 12, 14 und 15 aufgestellt. Zimmer 11 sei länger leergestanden, Münzfach des Fernsehers erweist sich als ebenfalls leer. In Zimmer 12 verwehrt erboster Gast den Zutritt zum Abkassieren. Gast im Zimmer 14 ist kooperativ, beklagt aber die schlechte Bildqualität mit lediglich einer Zimmerantenne. Münzfach enthält die eine Mark dieses Gastes vom Vorabend. Danach eröffnet der Portier, dass er beim Aufstellen der Geräte in den Zimmern von Anfang an kein gutes Gefühl hatte. Die Gäste bevorzugten nämlich den grossen Farbfernseher im Frühstückssaal, der gratis sei und wo noch das Bier dazu serviert würde. Pach schaut desillusioniert und betrachtet nochmal die eine Mark in seiner Hand. In der Abmoderation führt Ede aus, dass es auch nicht viel mehr als eine Mark mit den Einnahmen wurden. Kurze Zeit darauf seien die überteuert gekauften Fernseher kaputt gegangen und wären vom Hotel schliesslich zurückgegeben.
  • Zitate: "So gut ist die Belegung heute nicht mehr. Wir haben viel moderne Konkurrenz!", "Wenn's nicht lang dauert, können Sie ja in zwei Stunden wiederkommen!", "Und dann bloss 'ne Zimmerantenne ... da kann eigentlich nicht viel dabei rauskommen. Wissen Sie, ich versteh' da bisschen was davon ..."
  • Bewertung: ***
  • Besonderheiten:

Experiment: Gaunerei an der Haustür

  • Details: Bernd Schröder macht sich in Begleitung eines vermeintlichen Kameramanns als Schwindelfotograf auf den Weg, um unter dem Titel "Das schöne Eigenheim" eines erfundenen Wettbewerbs Eigenheimbesitzer aufzusuchen. Er führt dazu einen Musterkatalog und professionell wirkende Fotokameras mit sich, in welchen sich jedoch überhaupt kein Film befindet. Bei den Besuchten trägt er vor, ihre Liegenschaft eigne sich besonders gut für die Teilnahme am Wettbewerb, zudem könnten sie dann Abzüge von den Aufnahmen beziehen. Je nach Größe kosten diese zwischen 4 und 15 DM, zuzüglich sei eine einmalige "Unkostengebühr" von 30 DM fällig. Bewohnerin im ersten Versuch bezieht zwei Abzüge mittlerer Größe, sodann werden 48 DM berechnet. Anzahlung von 30 DM gegen Quittung vorerst ausreichend. Auch bei weiteren Besuchen kann er immer wieder auf dieselbe Weise kassieren, ohne dass je Bilder angefertigt worden wären. Zudem sind die angesprochenen Hausbewohner zumeist ausgesprochen freundlich.
  • Bewertung: **

Bemerkungen

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