Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 17.11.2021 im ZDF! Unbedingt einschalten!

VF 076 (Sendung vom 21.08.1982)

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Der Trick mit der Rückzahlung

  • Details: Rentnerin Lina Schulte bewohnt allein eine 2-Zimmer-Wohnung und wird regelmäßig von ihrer Tochter besucht. Dabei gibt sie von ihrem Ersparten auch regelmäßig etwas für ihren Enkel Klaus mit. Zwei ortsfremde Männer haben sich auf solche allein lebenden Rentner spezialisiert in dem Wissen, dass diese häufig ihre Ersparnisse zu Hause aufbewahren. Sie läuten auch bei Frau Schulte und geben sich als Mitarbeiter der Stadtwerke aus. Tragen vor, dass sie zuviel für Strom bezahlt hätte und wegen fehlerhafter Abrechnung wahrscheinlich eine Erstattung bekäme. Dazu müssten sie den Stromzähler prüfen, wozu Frau Schulte sie auch nichtsahnend in die Wohnung lässt. Kündigen sodann eine sofortige Bar-Rückzahlung von 26 DM an, wofür sie jedoch auf einen Hunderter herausgeben müsse. Wird beim Holen des Wechselgeldes beobachtet. Danach wollen sie überraschend auch noch die Wasserleitungen prüfen, einschließlich dem Haupthahn im Keller. Als Begründung geben sie an, "damit da nicht auch noch ein Fehler in der Abrechnung passiert". Arrangieren mit Frau Schulte, dass einer mit ihr in den Keller gehen müsse, derweil der zweite die Wasserleitungen in Küche und Bad prüfen würde. So verlässt sie trotz etwas Skepsis mit einem der Täter die Wohnung. Der zweite schaut dann nicht nach Fehlern in der Installation, sondern nach vorhandenem Bargeld, das er aus der Schatulle im Wohnzimmer mit über 3'000 DM und ihrem Portemonnaie in der Handtasche jeweils stiehlt. Nach Rückkehr seines Komplizen mit Frau Schulte aus dem Keller folgt eilige Verabschiedung. Noch bevor die Rentnerin den Diebstahl bemerkt, ist das Duo verschwunden und unterwegs zum nächsten Opfer.
  • Darsteller: Katharina Brauren als Lina Schulte, Karin Heine als Tochter, Volker Bogdan als Stadtwerker #1, Tomas Kröger als Stadtwerker #2
  • Zitate: "Ja, wo gehen wir jetzt hin?"; "Zwei Straßen weiter, da wohnt so'n Opa, den habe ich beim Einkaufen gesehen, da hat er erzählt, dass er allein wohnt."; Ede: "Deshalb sei allen, die vielleicht in eine ähnliche Situation kommen, der Rat gegeben: Sagen Sie einem Fremden frank und frei, dass Sie Ihre Wohnung nicht allein lassen können."
  • Bewertung: **
  • Besonderheiten: Auf den Filmfall folgt die Anmerkung, dass Rückzahlungen der Stadtwerke auf schriftliche Ankündigung und in aller Regel bargeldlos erfolgen.

Wettlauf auf dem Wohnungsmarkt

  • Details: Betrügerpärchen Beate und Rainer Roloff gibt Inserat im Wohnungsmarktteil einer Zeitung für eine möblierte Einzimmerwohnung zu monatlicher Miete von 500 DM warm in Stuttgart auf. Dieser Mietzins ist ausgesprochen günstig. Szenenwechsel: Junge medizinisch-technische Assistentin Anita Baal mit neuer beruflicher Perspektive in Stuttgart ist auf der Suche nach einer Mietwohnung ebendort. Sie gehört zu jenen, die sich auf die aufgegebene Anzeige melden. Rainer Roloff gibt ihr auf ihren Anruf zur Auskunft, dass sie sich schnell entscheide müsse und am besten bereits am Folgetag vorbeikommen und drei Monatsmieten Kaution in bar mitnehmen solle. In derselben Weise arrangieren sie Termine mit allen weiteren Interessenten. Diese erscheinen am darauffolgenden Tag der Reihe nach in der inserierten Wohnung. Jedem Besucher teilen die Betrüger sodann mit, er/sie habe als Erste/r das Rennen um die Wohnung gewonnen. Zum Unterschreiben des Vertrages müsse aber die Kaution von drei Monatsmieten übergeben werden, welche gleich quittiert wird. Die 1'500 DM dafür bekam Anita als Vorschuss von ihren Eltern, bei welchen sie, 35 km von Stuttgart, aktuell noch wohnt. Auch sie übergibt nach Besichtigung der Wohnung die Kaution und unterschreibt den Vertrag, da sie trotz noch bestehender Fragen die Chance auf die Wohnung nicht verspielen will. So wird die Wohnung vom Gaunerpärchen insgesamt 25 Mal "vermietet", welche von ihnen selbst lediglich angemietet und anschließend kurzerhand verlassen wurde.
  • Darsteller: Andrea L'Arronge als Anzeigenverkäuferin, Gundy Grand als Beate Roloff, Ulf Jürgen Wagner als Rainer Roloff, Erika Wackernagel als Frau Baal, Petra-Verena Milchert als Anita Baal, Peter Timm Schaufuss als Herr Baal
  • Zitate: Beate Roloff: "Ja und was machen wir jetzt mit den Verträgen?", Rainer: "rrrratsch" (zerreißt die Verträge)
  • Bewertung:
  • Besonderheit:
    • Zu Beginn Abmoderation heisst es, das Gaunerpärchen hätte die Wohnung 25 Mal "vermietet" und dabei 15'000 DM Kaution kassiert. Das geht rechnerisch aber nicht auf, wenn - wie in der Szene genannt und auch aus den bei Unterschrift auf den Tisch gelegten drei 500 DM-Noten des Bewerbers Lautenschläger erkennbar - jeweils drei Monatsmieten, mithin 1'500 DM, an Kaution verlangt wurden.
    • Nachher wird ein Zeitungsartikel aus dem Münchner Stadtanzeiger mit dem Titel "Die Kautionsbetrüger haben Hochsaison" eingeblendet.

Schmutziges Geschäft mit Waschmaschinen

  • Details: Kurt und Annemarie Altmann aus Hannover stehen vor ihrer defekten Waschmaschine; Kurt mit Technik überfordert, ruft "Elektro-Schnelldienst Pfeifer" aus Zeitungsannonce an; Margot Singer im Wäschestress, weil Mallorca-Urlaub bevorsteht; Kinder Thomas und Sabine helfen murrend mit; auch 15-jährige Sabine kann mit Elektrogeräten umgehen, bedient routiniert 6 Jahre alte Waschmaschine; Kinder kriegen 100 Pesetas für den Abwasch; auch Singers Waschmaschine kaputt, daher ebenfalls Anruf beim Elektro-Schnelldienst Pfeifer; Monteur sieht sich Maschine nur kurz an, unternimmt aber keinen Reparaturversuch sondern beurteilt sie als irreparabel kaputt; rät zu neuer Maschine und zückt entsprechenden Katalog; als Frau Singer keine neue bestellen will, ruft Monteur 113 DM für Anfahrt, Überprüfung und Mehrwertsteuer auf; Margot zahlt zähneknirschend. Auch bei Altmanns fällt Monteur vernichtendes Urteil; empfiehlt auch hier neues Gerät zum Sonderpreis von 1.340 DM; könne noch am Abend vorbeigebracht werden; Kurt und Annemarie willigen ein. Ede: wenige Wochen später finden Altmanns heraus, dass ihnen ein völlig überteuertes Auslaufmodell angedreht wurde. An vermeintlich irreparablen Maschinen sei oft nur Kleinigkeit kaputt. Würden von betrügerischen Servicediensten wieder repariert und zu Geld gemacht.
  • Darsteller: Eva Zlonitzky als Annemarie Altmann, Hans Timmermann als Kurt Altmann, Christian Koch als Herr Pfeifer, Kay Sabban als Monteur, Ursula Sieg als Margot Singer
  • Zitate: "Kurt und Annemarie Altmann aus Hannover leben in einer Mietwohnung und benutzen mit großer Selbstverständlichkeit elektrische Geräte." / "Die Heizanlage ist völlig durchgeschmort und hat die Pumpe in Mitliedenschaft gezogen. Dadurch ist der Programmspeicher völlig blockiert.
  • Bewertung: *
  • Besonderheiten: Keine Schleichwerbung: Name des Vollwaschmittels ist vorbildlich überklebt.

Experiment: Schrott als Pfand

  • Details: Bernd Schröder ersteht auf dem Schrottplatz sein wichtigstes Requisit für die Masche: Er kauft für 300 DM den Fahrzeugbrief eines schrottreifen und fahruntüchtigen Mercedes. Dazu lässt er sich ein paar Visitenkarten mit dem Namen und der Adresse des letzten Halters anfertigen. Anschließend versucht er, in Geschäften an hochpreisige Produkte zu kommen - diese sollen jeweils ein Geschenk für einen Geschäftspartner sein, den er kurz darauf treffen will. Als es ans Bezahlen geht, stellt Schröder vorgeblich überrascht fest, dass er sein Scheckbuch nicht dabei hat. Bietet an, als Sicherheit den Fahrzeugbrief und seine Visitenkarte dazulassen und direkt nach dem Geschäftstreffen mit dem Geld zurückzukommen. Alle Händler willigen ein - so kommt Schröder an eine Ledereisetasche für 1.000 DM, ein Feuerzeug für mehr als 1.000 DM, eine große Porzellanfigur im Wert von rund 800 DM und schließlich sogar an eine Perserbrücke für 2.800 DM.
  • Bewertung: ***

Aktuelle Kurz-Warnungen

  • In Münchner Neubau-Stadtteil sind Wurfzettel einer "Fensterreinigungsfirma" aufgetaucht. Nur Telefonnummer, keine Adresse. Fensterputzer kamen nach Anruf ein, zwei Mal und putzten nicht besonders gut. Wenige Wochen später wurde in mehrere Wohnungen der Kunden eingebrochen. Polizei geht davon aus, dass Fensterputzer nur anrückten, um lohnenswerte Ziele für einen "Bruch" auszukundschaften.
  • Preisausschreiben-Annonce in TV-Zeitschrift, in der jeder Teilnehmer den zweiten Preis gewann: ein 770 qm-Baugrundstück an der Costa del Sol im Wert von 7.700 DM. Zur "Fertigstellung der Grundstücksverträge zwecks Überschreibung" entstünden Kosten von 1 %, also 77 DM. Wer die Summe bezahle, sei das Geld los und höre nie wieder was vom Gewinn.
  • Neuer Mitleids-Trick der Zeitschriftenwerber: Sie geben sich an der Haustür als taubstumm aus, wollen kein Geld, sondern ein Abo verkaufen. Wenn sie 250 Verkäufe zusammen hätten, würden sie eine Lehrstelle erhalten. Laut Ede natürlich Mumpitz. In der Sendung im Juli 1983 wird die Masche auch noch mal als Filmfall gezeigt.

Bemerkungen

Vorherige Sendung: VF 075 (Sendung vom 12.06.1982)

Nächste Sendung: VF 077 (Sendung vom 13.11.1982)

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