Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 17.11.2021 im ZDF! Unbedingt einschalten!

VF 098 (Sendung vom 03.10.1986)

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Filmfälle

Der vertauschte Autoschlüssel

  • Details: Autoverkauf von privat; Interessent schaut sich Mercedes Coupé an; Liebhaberstück für 20.000 DM; Interessent willigt ein, will Wagen aber erst am Folgetag bezahlen und abholen; Käufer in spe und Verkäufer machen Kaufvertrag aber schon mal fertig; Käufer dreht auf dem Weg ins Haus noch einmal um, da Zündschlüssel noch steckt; zieht Schlüssel ab und steckt ihn in seine Tasche; lässt unauffällig Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief neben Fahrersitz gleiten; Vertrag aufsetzen im Haus; Käufer legt kurz vor Verabschiedung Fahrzeugschein, -brief und -schlüssel auf den Wohnzimmertisch; verlässt Haus und fährt in unbeobachtetem Moment mit Coupé davon. Auf dem Tisch liegen Papiere und Schlüssel eines anderen Wagens.
  • Zitate: "Nein, wieso? Der steht doch draußen!"; "Na dann habe ich Tomaten auf den Augen. Ich habe ihn jedenfalls nicht gesehen. Siehst du? Du hast ihn vielleicht doch in die Garage gestellt."; "Bin doch nicht blöd! Hat der Kerl mir etwa das Auto geklaut?"
  • Bewertung: **
  • Besonderheiten: Filmfall ohne Off-Text, Schleichwerbung für Jacobs Krönung.

Umschmeichelt und ausgenommen (Fa. "Promotion Service")

  • Details: Schwindelfirma "Promotion-Service" sucht per Zeitungsanzeige Laienfotos von Privatpersonen, die hobbymäßig fotografieren. Nebenverdienst bis 500 DM pro Woche in Aussicht gestellt. Lisa Clemens, deren Bilder im Bekanntenkreis bereits regelmäßig Zuspruch ernten, nimmt den Kontakt auf. Ihr wird eine Beschäftigung als freier Mitarbeiterin angeboten; viele Fotos angeblich für die Lederindustrie benötigt. Pro Film mit 36 Aufnahmen von Personen sind 180 DM zugesagt, wenn Bilder qualitativ den Anforderungen genügen. Sie schließt den Vertrag ab und bezahlt die verlangten 150 DM "Aufnahmegebühr". Sodann macht sie sich auf, im öffentlichen Raum Personen zu fotografieren. Die Firma schreibt aber vor, dass sie von den Fotografierten eine Einverständniserklärung für die Veröffentlichung unterzeichnet haben muss, damit die Bilder verwendet werden können. Diese wird von vielen der zufällig ausgewählten Passanten verweigert. Zudem sind ihre laufenden Kosten für Filme und Entwicklung derselben, nebst ihren Fahrtkosten, unerwartet hoch. Als Krönung bekommt sie eine Mitteilung von der Firma, dass die meisten ihrer eingesandten Bilder die qualitativen Anforderungen nicht erfüllen würden. Sie will die Tätigkeit wieder aufgeben und ihre Kautionszahlung zurückfordern. Der Geschäftsführer ist dann plötzlich nicht mehr erreichbar. So ergeht es vielen weiteren freien Mitarbeitern. Dies ist die erste Stufe des betrügerischen Geschäftsmodells. Die zweite beginnt mit der Auswertung der Fotos samt Personendaten, die die Hobbyfotografen geliefert haben. Vornehmlich attraktive Damen werden angeschrieben und ihnen Rollen als Darstellerin, Statistin u. dgl. in Aussicht gestellt. Darunter auch Marianne Weber, welche von Lisa Clemens fotografiert und dazu auch ihre Daten angegeben hat. Sie wird auf das Schreiben der Firma hin bei dieser vorstellig. Nach allgemeinen Informationen wird auch sie mit Vertragswerk und Aufnahmegebühr konfrontiert, diesmal 250 DM. Einsätze für sie und damit Verdienst ergibt sich danach allerdings nie, seitens der Firma ist nach Zahlung Funkstille. Eine Vielzahl weiterer Kandidatinnen wird in derselben Weise geprellt.
  • Zitate: Abmoderation: "Der Beschuldigte ist übrigens bei Gericht kein Unbekannter. In der Vergangenheit ist er schon mit diversen anderen Maschen aufgetreten. Und immer wenn ein Trick aufflog, hinterließ er eine große Zahl von Geprellten, die nie eine Chance hatten, das verlorene Geld zurückzubekommen. Denn der Gauner gab sich stets als mittellos aus, leistete den Offenbarungseid und - tüftelte einen neuen Trick aus."
  • Bewertung: **
  • Besonderheit:

Kleiner, seriöser Auftrag als Köder

  • Details: Pärchen im Elektrogeschäft "Radio Lindner"; geben sich als neue Besitzer einer Pension im Westerwald aus, die technisch auf aktuellen Stand gebracht werden soll; interessieren sich für Fernseher und Videorekorder; kaufen jeweils erst mal ein Gerät für zusammen 3.200 DM; Inhaber Lindner lässt Scheck sofort bei der Bank prüfen; keine Probleme, ist gedeckt; Fernseher und Video werden am Folgetag in Wohnung des Pärchens geliefert; kurz drauf machen die beiden die Bestellung der restlichen 9 Fernseher und 7 Videorekorder fix; Scheck über knapp 30.000 DM wird diesmal den ausliefernden Männern mitgegeben. Wenige Tage später: Bank kann Lindner Scheck nicht gutschreiben, da Konto erloschen; Pärchen mit Elektronik längst über alle Berge. Wohnung war nur für einen Monat möbliert unter falschem Namen angemietet. Diente laut Ede nur als Umschlagplatz ergaunerter Ware; Lindner sei nicht der einzige Geprellte gewesen.
  • Zitate: "Sie wissen ja, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste"; "Ja, ja. Bei so einem Scheck ist es immer gut, wenn man sich vorher vergewissert."
  • Bewertung: *
  • Besonderheiten:

Aktuelle Kurz-Warnungen

  • Nebentätigkeit "Haushüter": Wird in der Urlaubszeit verstärkt beworben; Menschen, die auf Häuser aufpassen, wenn deren Bewohner im Urlaub sind. Wöchentliches "Taschengeld" von 400 DM wird versprochen fürs Blumengießen, Tiere verpflegen etc. Wer die 40 DM Aufnahmegebühr bezahlt hat, hört von der Firma nie wieder was.
  • Fahrer für PKW-Überführungen gesucht; Verdienst pro Kilometer -,55 DM; Aufnahmegebühr in Fahrerpool 20 DM; weiter siehe oben.

Bemerkungen

Ede freut sich zum Ende der Sendung über Zuschrift eines Zuschauers aus Dannstadt: Dieser habe einen Hausierer mit Blindenware vor der Haustür gehabt und abgewimmelt. Im Weggehen habe der Mann gesagt: "Wohl wieder diesen Zimmermann gesehen." Ede: "Ein besseres Kompliment kann man dieser Sendereihe glaub' ich gar nicht machen."

Vorherige Sendung: VF 097 (Sendung vom 08.08.1986)

Nächste Sendung: VF 099 (Sendung vom 21.11.1986)

Vorsicht Falle – Alle Sendungen